Wenn Du „Tierpsychologie“ hörst, hast Du vielleicht sofort ein Bild im Kopf:
Jemand sitzt mit Block und Stift da, das Tier liegt auf der Couch und erzählt von seiner Kindheit.
Bei Hund und Katze klingt das noch halbwegs gemütlich – bei Kaltblut Jonny wird es dann sportlich.
Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich einem Möbelverkäufer erklären sollte, dass ich eine Couch brauche,
die ein 800‑Kilo‑Pferd über mehrere Sitzungen hinweg tragen können muss.
Und nein: Es geht hier auch nicht um Tierkommunikation. Das ist ein eigenes, spannendes Thema,
über das ich an anderer Stelle gerne mehr erzähle.
Tierpsychologie ist etwas anderes. Etwas sehr Konkretes. Etwas, das mir in meiner täglichen Arbeit hilft – und Deinen Tieren noch viel mehr.
Was Tierpsychologie wirklich bedeutet
Tierpsychologie beschreibt das wissenschaftlich fundierte Verständnis von Verhalten, Emotionen und Lernprozessen bei Tieren.
Es geht nicht darum, Tiere zu „vermenschlichen“, sondern darum, ihr Verhalten im Zusammenhang mit Körper, Umwelt, Biologie und Erfahrungen zu betrachten.
Die Tierpsychologie basiert auf:
- Biologie
- Neuropsychologie
- Verhaltensforschung
- Stressphysiologie
- Lernpsychologie
- artspezifischer Kommunikation
Ich arbeite damit, um zu verstehen:
- wie ein Tier Reize und somit seine Welt wahrnimmt
- wie es Emotionen ausdrückt
- wie es Stress verarbeitet und zeigt
- wie seine Persönlichkeit gestrickt ist und wie Haltung, Fütterung, Umfeld und Mensch‑Tier‑Beziehung darauf einwirken.
- wie es lernt – und wo Lernen blockiert ist
- wie es mit anderen Tieren und Menschen interagiert
und wie wir die Rahmenbedingungen so gestalten können, dass Problemverhalten gar nicht erst entsteht.
Kurz gesagt:
Tierpsychologie hilft zu verstehen, warum Dein Tier tut, was es tut – und was es damit ausdrückt.

Für wen ist das relevant?
In meiner Arbeit begegnen mir vor allem Hunde, Katzen und Pferde. Aber auch eine Kuh zählte bereits zu meinen Patienten und meine Ausbildung umfasst auch Nagetiere.
Jede dieser Tierarten hat ihre eigene Art, mit Stress umzugehen, Nähe zuzulassen, Grenzen zu zeigen und Bedürfnisse auszudrücken.
Was beim Hund noch als „anhänglich“ durchgeht, wäre bei einem Pferd vielleicht schon ein Zeichen von Unsicherheit.
Was bei der Katze als „zickig“ abgestempelt wird, kann in Wahrheit Überforderung oder Schmerz sein.
Tierpsychologie bedeutet für mich, diese Unterschiede ernst zu nehmen und nicht mit einem Schema F zu arbeiten.

Tierpsychologie ist kein Luxus – sondern Basis
Tierpsychologie beginnt lange vor dem Problemverhalten – nämlich dort, wo wir Entscheidungen für das Tier und mit dem Tier treffen
Viele denken bei Tierpsychologie zuerst an „Problemfälle“.
An den Hund, der schnappt.
Die Katze, die unsauber wird.
Das Pferd, das nicht mehr verladen werden will.
Aber tatsächlich beginnt sie viel früher – und genau dort ist sie am wertvollsten.
Ich begleite Dich zum Beispiel bei:
- Anschaffungsberatung: Welches Tier passt zu Dir oder Deiner Familie?
- Charaktereinschätzung: Welcher Typ Tier harmoniert mit Deinem Alltag?
- Vorbereitung: Was benötigt das Tier, damit es sich sicher und verstanden fühlt? Wo platziert man was? Was kann gefährlich werden? Was ist bei der Abholung zu beachten?
- Eingewöhnung: Wie gestalte ich die ersten Tage so, dass Sicherheit entsteht? Wie erfolgt die Integration, wenn bereits andere Tiere im Haushalt sind? Wie schafft man es am besten, dass Kinder und Tiere einen guten Start haben?
- Prävention: Wie verhindere ich, dass Problemverhalten überhaupt entsteht?
Tierpsychologie ist eine Grundlage, um:
- artgerechte Haltung zu gestalten,
- Stress zu minimieren und ggf. früh zu erkennen,
- Missverständnisse zwischen Mensch und Tier zu vermeiden,
- Training sinnvoll aufzubauen,
- und körperliche und emotionale Gesundheit zusammenzudenken.
Verhalten ist nie „einfach so“.
Es ist immer Ausdruck eines inneren Zustands – körperlich, emotional oder beides.

Biologie als wichtigster Bestandteil
Tierpsychologie ist nicht nur „Verhalten lesen“.
Sie umfasst auch biologische Grundlagen, die im Alltag entscheidend sind:
- Was ist für welche Tierart giftig? Und welche ätherischen Öle dürfen zum Beispiel bei Katzen nicht eingesetzt werden?
- Wie beeinflussen die unterschiedlichen Sinnesleistungen – also wie Tiere hören, riechen, sehen und fühlen – die Art, wie sie ihre Umwelt erleben?
- Was kann im Alltag eine Gefahrenquelle darstellen?
- Wie beeinflusst Schmerz Verhalten?
- Welche Reize sind für welche Tierart oder welches Individuum überfordernd?
Welche Bedürfnisse hat ein Tier aufgrund seiner Art und natürlichen Verhaltensweisen?
Diese Grundlagen fließen in jede Beratung und jede Behandlung ein – egal um welche Tierart es sich handelt.
Wie Tierpsychologie meine TCVM‑Arbeit vertieft
Mein Schwerpunkt ist die Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin (TCVM).
In der TCVM betrachten wir Körper, Geist und Umwelt als untrennbare Einheit.
Genau hier wird Tierpsychologie für mich zu einem wichtigen Baustein.
Wenn ich ein Tier behandle, schaue ich nicht nur auf Symptome wie:
- Lahmheit,
- Verdauungsprobleme,
- Hautthemen
- oder wiederkehrende Infekte,
sondern auch auf:
- sein Verhalten,
- seine Reaktionen auf Umweltreize,
- seine Art, mit Stress umzugehen,
- seine Bindung zum Menschen
- und seine „Grundstimmung“.
Über die Tierpsychologie bekomme ich Hinweise darauf, welche Emotionen das Tier belasten,
welche Muster sich festgesetzt haben und wo energetische Disharmonien sichtbar werden,
noch bevor sie sich körperlich zeigen.
Wenn ich erkenne, ob ein Tier aus Wut, Angst, Trauer, Frustration oder Übererregung reagiert, kann ich viel gezielter behandeln. Denn in der TCVM ist jede Emotion einem Funktionskreis zugeordnet, der im Ungleichgewicht zu körperlichen Problemen führen kann und/oder die Heilung der körperlichen Probleme behindern kann.
Beispiele:
| Emotion | Funktionskreis nach TCM | Symptome die daraus entstehen könnten |
| Wut | Leber | z.B. Sehnen-Probleme |
| Angst | Niere | Probleme der Knochen und Zähnen wie Arthrose o.Ä. |
| Grübeln | Milz | Probleme der Muskulatur und des Bindegewebes |
| Trauer | Lunge | z.B. Atemwegsprobleme oder auch Ekzeme (Hautausschlag/Allergie) |
| Überregung | Herz | z.B. Herzprobleme |
| Festhalten/ Trennungsangst | Dickdarm | z.B. Futtermittel-Allergien |
Wenn ich also sehe, dass ein Tier:
- schnell reizbar ist,
- sich zurückzieht,
- überdreht,
- oder „wie eingefroren“ wirkt,
dann ist das nicht nur Verhalten – es ist ein Hinweis auf energetische Muster, die ich in der TCVM gezielt unterstützen kann.
So kann ich meine TCVM‑Behandlung:
- gezielter ausrichten,
- individueller gestalten
- und nachhaltiger anlegen.

Ergänzung zu Aromatherapie und Laserfrequenztherapie
Tierpsychologie steht bei mir nicht isoliert im Raum.
Sie verbindet sich ganz konkret mit meinen anderen Tätigkeitsbereichen:
Laserfrequenztherapie
Mit der Laserfrequenztherapie arbeite ich auf körperlicher und energetischer Ebene.
Hier treffen mein Wissen aus der Tierpsychologie, der TCVM und der Biologie direkt aufeinander.
Wenn ein Tier zum Beispiel:
- dauerhaft unter Stress steht,
- schlecht regeneriert
- oder immer wieder ähnliche Beschwerden zeigt,
dann hilft mir das Verständnis aus der Tierpsychologie,
die passenden Frequenzen, Punkte und Behandlungsstrategien zu wählen.
Mit Frequenzen kann ich:
- Schmerzen lindern, die zu Problemverhalten führen
- emotionale Muster unterstützen
- Gruppenbildung fördern
- Stressreaktionen harmonisieren
- energetische Blockaden lösen
Gerade bei Tieren, die in sozialen Gruppen leben (Pferde, Rinder, Mehrtierhaushalte), kann das ein echter Gamechanger sein.
Aromatherapie
Über die Aromatherapie kann ich:
- emotionale Themen sanft begleiten,
- Entspannung fördern,
- Stressreaktionen abmildern,
- Sicherheit fördern,
- Lernprozesse unterstützen, um positive Erfahrungen im Training zu unterstützen.
Wenn ich weiß, wo Dein Tier emotional steht, kann ich Düfte gezielt auswählen,
die es in genau diesem Prozess unterstützen – statt „irgendetwas Beruhigendes“ einzusetzen.
Wichtig ist, nicht jeder Duft passt zu jedem Tier – und manche sind sogar gefährlich.
Hier hilft mir die Kombination aus Biologie, Verhalten und TCVM enorm.
- Laserfrequenzen: Schmerzen nehmen, Psyche unterstützen, Gruppenharmonie fördern
- Aromatherapie: Emotionen begleiten, Stress senken, Lernprozesse optimieren
- Alles zusammen: ein ganzheitlicher Ansatz statt Einzelbausteine
So greifen…
- TCVM,
- Tierpsychologie,
- Laserfrequenztherapie
- und Aromatherapie
… wie Zahnräder ineinander.
Warum die Tierpsychologie für mich so wertvoll ist
Tierpsychologie ist für mich kein „Trendwort“, sondern ein Werkzeug,
das meine Arbeit mit jedem Patienten klarer, tiefer und fairer macht.
- Ich kann Verhalten nicht nur bewerten, sondern verstehen.
- Ich kann körperliche und emotionale Themen zusammen denken.
- Ich kann Dir erklären, warum Dein Tier sich so verhält – und was Ihr gemeinsam verändern könnt.
Und genau das ist mir wichtig:
Dass Dir Dein Tier nicht als „schwierig“ oder „stur“ erscheint,
sondern als ein Lebewesen, das mit dem arbeitet, was es erlebt hat, wie es gehalten wird und wie es sich fühlt.
Ich möchte nicht nur, dass Dein Tier „funktioniert“ oder „angenehm“ ist.
Ich möchte, dass Dein Tier Dich versteht – und Du Dein Tier.
Dass Missverständnisse verschwinden.
Dass Stress abnimmt.
Dass Ihr beide euch sicher fühlt.
Dass Verhalten nicht als „Problem“ gesehen wird, sondern als Sprache.

Wenn Du beim Lesen das Gefühl hast:
„Ja, da erkenne ich mein Tier wieder“ –
dann ist Tierpsychologie für Euch kein Luxus, sondern ein sinnvoller nächster Schritt.
Und wenn Du magst, schauen wir uns gemeinsam an,
was Dein Tier Dir mit seinem Verhalten eigentlich schon die ganze Zeit erzählt.
